Auf neue und andere Weise, kaum noch ausdrücklich in den Blick und die Reflexion gebracht, haben die Globalisierungsprozesse auch die markante Folge, dass Bilder, Gestalten, Schriften und Zeichen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten in ein unmittelbares Beieinander treten. Schriftzüge aus arabischen, asiatischen und lateinischen Schriftfamilien prägen zunehmend das Bild metropolitaner Plätze, Straßen und öffentlicher Gebäude, wie auch von diversen internet-Portalen oder - längst schon - von Gebrauchsanweisungen. Gegenstände, Architekturen, Produkte geraten durch ihre globalen Wanderungen, Entwurzelungen, Verpflanzungen und Neuansiedlungen in unvordenkliche Nachbarschaften.
Wie verändert allein diese Nachbarschaft die herkömmliche Präsenz? Welche Veränderungen greifen dadurch unwillkürlich oder gezielt in die Gestaltungsprozesse ein? Welche neuen Perspektiven und Anforderungen eröffnen sich von hier aus gesehen für die Arbeit der Designer, Gestalter und Graphiker? Welche transdisziplinären und -kulturellen Erfahrungen, Kenntnisse und Fertigkeiten sind erforderlich, um adäquat und differenziert für diese globalisierten Kontexte zu entwerfen und gestalten?
In einem vierwöchigen Seminar haben Bachelor Studenten verschiedener Studienbereiche des Departement Design Entwürfe für ein Institute of Multilingual Typography erstellt und nun in einer Ausstellung zur Anschauung gebracht.
Saturday, December 8, 2007
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